Anfang dieses Jahrtausends und weit davor.

Atari Gemini

Wann habt ihr angefangen euch mit Computern, Netzwerken und Software zu beschäftigen?

LAN-Party

Aktuell habe ich mir mal ein paar meiner Wurzeln zum Thema Informatik in Erinnerung gerufen und habe mich gefreut wie ein König, dass Google mir ausgespuckt hat, wann ich mein erstes „IT-Projekt“ durchgeführt habe, es ging damals darum: Ca. 50 „Arbeitsplätze“ zu möblieren, mit unterschiedlichsten Systemen aufzubauen sowie zu vernetzen und das für knapp drei Tage in einem vorher komplett leerstehendem Raum – eine (damals sehr populär) LAN-Party.

Wir hatten sogar eine Switch-Landschaft (10-Mbit-BNC war erfahrungsgemäß schon „durch“) unsere Sponsoren waren damals RedHat, Suse, unsere Eltern und das Pfarrheim Hohenecken *schmunzel*.

Eine weit ältere Erinnerung, die noch ganz schön ist: Mein erster Desktopmanager (auf dem geliebten Atari 520 installiert mit „Ballerburg“ und „Mission Elevator„), damals wohnte ich noch in Darmstadt (und war ca. 8 Jahre alt), wurde nicht weit von meinem damaligen Wohnort entwickelt, kennt noch jemand den Desktopmanager „Gemini“ ?

Gemini von Gereon Steffens & Stefan Eissing ist der Urvater aller modernen alternativen Desktops auf dem ATARI. Er bot schon bei seinem Erscheinen 1989 Features, die der Original ATARI Desktop teilweise nie bekommen sollte. Gemini hat eine integrierte Unix-kompatible Shell, die im Fenster läuft und auch batchfähig ist. In dieses Fenster können auch die Bildschirmausgaben von TOS Programmen umgeleitet, die Programme auf den Desktop gelegt und für Fenster eine Unix-Dateimaske definiert werden. Es ist möglich, sehr komfortabel für alle Dateien ein eigenes Icon zu benutzen. Gemini unterstützt auch Mini-Icons für die Listen-Anzeige im Dateifenster. Farbicons können auch unter normalem TOS benutzt werden. Mit Gemini hielten zum erstenmal Protokolle zur Prozeßkommunikation Einzug in die ATARI-Welt. Das AV Protokoll wird heute von vielen Programmen benutzt, und auch alle anderen Desktops unterstützen dieses Protokoll. Gemini kann mit langen Dateinamen umgehen, allerdings nur in den Dateifen- stern und nicht in den Dialogen. Die Dialoge sind mit der Tastatur zu bedienen, liegen allerdings nicht in Fenstern, sondern sind Fly-Dialoge. Gemini kann symbolische Links für Dateien anlegen, so dass man Verweise auf Programme in einem Ordner haben kann, ohne das Programm selbst dorthin kopieren zu müssen. Viele kleine Dinge machen das Arbeiten mit Gemini sehr angenehm. Alles, was es an Erweiterungen fürs TOS installieren kann, wird auch unterstützt: z. B. GDOS Fonts (auch proportionale), MultiTOS, MagiC. Für die Mupfel (so heißt die Gemini Shell) gibt es sehr viele Tools aus der Unix-Welt, und die Integration der Shell in den Desktop ist sehr komfortabel gelöst. (Quelle: http://www.stcarchiv.de/)

gemini

Bemerkenswert ist, dass mein bester Freund die Atari 520 „Kiste“ noch ewig lang (bis bestimmt 2004) genutzt hat, um per Cubase sein Midi-Sequencing zu regeln. Good old days (in memory).

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